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27. 11. - 28. 11.

"Quo Vadis Kirchenarbeitsrecht?"

5. Berliner Gespräche der Humanistischen Union in Berlin

Seit dem Jahr 2003 veranstaltet die Humanistische Union die "Berliner Gespräche". Initiiert vom ehemaligen Bundesverfassungsrichter Dr. Jürgen Kühling, schafft die Veranstaltungsreihe - als Gegenstück zu den christlich organisierten "Essener Gesprächen" - einen von kirchlicher Finanzierung unabhängigen Raum, in dem grundlegende Probleme des Religionsverfassungsrechts diskutiert werden. Schon die Ersten Berliner Gespräche waren dem Selbstbestimmungsrecht der Kirchen und dem kirchlichen Arbeitsrecht gewidmet. In diesem Jahr kehrt die HU mit den Fünften Berliner Gesprächen zu diesem Ausgangspunkt zurück.

Religionsgemeinschaften wird verfassungsrechtlich ein "Selbstbestimmungsrecht" garantiert, aber um die Grenzen dieses Rechts wird gestritten. Im Mittelpunkt dieses Streits steht insbesondere das Arbeitsrecht der katholischen und evangelischen Kirche und ihrer Einrichtungen, das zugunsten der Kirchen vom staatlichen Arbeitsrecht abweicht. Diese Abweichung betrifft ca. 1,3 Millionen bei den christlichen Kirchen beschäftigte Arbeitnehmer*innen.

Im Rahmen der Veranstaltung wird über die Verfassungskonformität des sogenannten Dritten Weges im kollektiven kirchlichen Arbeitsrecht diskutiert und das "Selbstbestimmungsrecht" der Kirchen in seinen Grundsätzen auf den Prüfstand gestellt.

 
PROGRAMM

Freitag, 27.11.2020

Begrüßung und Einführung
14:00 - Einführung in die Technik / Einlass

14:30 Begrüßung und Vorstellung der Humanistischen Union:
Werner Koep-Kerstin, Vorsitzender der Humanistischen Union; Berlin

15:00 Prof. i.R. Dr. Dorothee Frings, Mönchengladbach:
„Das kirchliche Individualarbeitsrecht in der Rechtsprechung des EuGH (Egenberger) und des BAG (Chefarzt): Diskriminierungsschutz versus Selbstbestimmungsrecht.“

16:00-18:00 Teil I - Verfassungsmäßigkeit und Umsetzung der EuGH-Urteile zu "Egenberger" und "Chefarzt"
Podiumsdiskussion mit anschließender Publikumsbeteiligung
Gäste:
- Oberkirchenrat Detlev Fey, EKD, Hannover
- Rechtsanwalt Peter Stein, Richter a.D., Hamburg
- Prof. Dr. Antje Von Ungern-Sternberg, Universität Trier [online]
- Prof. Dr. Christian Waldhoff, Humboldt-Universität zu Berlin
- Moderation: Rechtsanwalt Dr. Udo Kauss, Humanistische Union, Freiburg

Samstag, 28.11.2020

10:00–12:00 Teil II – Das kollektive Arbeitsrecht in kirchlichen Einrichtungen Podiumsdiskussion mit anschließender Publikumsbeteiligung
Gäste:
- Mario Gembuss, Verdi, Berlin
- Prof. Dr. Stefan Klumpp, Universität Erlangen-Nürnberg
- Uta Losem, Katholisches Büro, Berlin
- Rechtsanwalt Dr. Till Müller Heidelberg, Humanistische Union und und Institut für Weltanschauungsrecht, Bingen (online)
- Christian Twardy, Marburger Bund, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Kirsten Wiese, Humanistische Union, Bremen

13:00-15:00 Teil III - Das kirchliche Selbstbestimmungsrecht - Quo Vadis?
Podiumsdiskussion mit anschließender Publikumsbeteiligung
Gäste:
- Prof. Dr. Christoph Möllers, Wissenschaftskolleg und Humboldt-Universität zu Berlin
- Prof. i.R. Dr. Bernhard Schlink, Berlin/New York
Moderation: Prof. i.R. Dr. Rosemarie Will, Humanistische Union, Berlin

Zusammenfassung und Verabschiedung:
Prof. Dr. Kirsten Wiese, Humanistische Union, Bremen

Die Veranstaltung ist als Hybrid-Veranstaltung geplant. Sie können sich per Anmeldeformular registrieren, um live oder per Videoconferencing (über BigBlueButton) teilzunehmen (Anmeldungen auch per Mail unter Berliner-Gespräche@Humanistische-Union.de möglich. Die Anzahl der Plätze für die Live-Veranstaltung ist pandemiebedingt begrenzt.