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26. 02.

Darf man über Religion spotten?

Diskussion mit Dr. Michael Schmidt-Salomon, Dr. Nahed Samour und Dr. Johannes zu Eltz in Frankfurt

Der Prophet Mohammed, Jesus oder der Papst – Künstlern und Satirikern ist nichts heilig. Allerdings ist der Humor der Religionsgemeinschaften in dieser Hinsicht begrenzt. Rechtlich macht sich in Deutschland derjenige strafbar, der Religionen beschimpft und damit den "öffentlichen Frieden" stört, so der Paragraph 166 des Strafgesetzbuchs. Den einen genügt der Paragraph nicht, den anderen geht er zu weit. Es geht also wieder einmal um das Verhältnis von Demokratie und Religion. Sollten also Kunst und Karikatur Rücksicht auf religiöse Gefühle nehmen? Darüber diskutieren die Juristin Nahed Samour, der Philosoph Michael Schmdit-Salomon und der Stadtdekan von Frankfurt am Main Johannes zu Eltz.

Was unter anderem bisher geschah: Die katholische Pius-Bruderschaft forderte ihre Anhänger auf, Anzeige zu erstatten, als die Komikerin Carolin Kebekus 2013 in ihrem Video „Dunk den Herrn!“ als anzügliche Nonne auftrat. Der WDR zog den Clip noch vor der ersten offiziellen Ausstrahlung zurück. Religionskritische Theaterstücke verschwinden von den Spielplänen. Radikale Islamisten haben es mit Todesdrohungen und Mordanschlägen weitgehend erreicht, dass heute nicht mehr über den Islam gespottet wird.

Aber: Darf man Religionen unter Denkmalschutz stellen? Oder muss ihren Anhängern in einer Demokratie nicht vielmehr abverlangt werden, Toleranz zu üben, wenn ihre Glaubensvorstellungen satirisch aufs Korn genommen werden?

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vortragsreihe „Zukunft entdecken“ (Febr. bis Mai 2019) der Poytechnischen Gesellschaft in Frankfurt statt, in der renommierte Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Fachgebieten sich mit Religion, Staat und Aufklärung auseinandersetzen.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, Einlass: 18:20 Uhr. Die Vortragssäle fassen nur eine begrenzte Anzahl von Personen. Leider können keine Plätze reserviert werden.