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16. 12.

Wolfram Kastner: "Das Kreuz mit dem christlichen Abendland"

Vortrag de Aktionskünstlers im Rahmen der ATHventslesungen der EHBB in Berlin

Kastners Kunst polarisiert, regt zum Nachdenken an und zeigt den Betrachtern neue Blickwinkel auf. Kastner macht Kunst, die Dinge und Ereignisse sowie Denkweisen und Verhalten wahrnehmbar macht, die sonst im Verborgenen geblieben wären. Wie er das macht, wird der Künstler an einigen Beispielen zeigen.

Mit der Publikation "Nicht ich provoziere, sondern die Zustände provozieren mich" hat das NS-Dokumentationszentrum München dem Schaffen des Künstlers eine längst überfällige Ehrung zuteil werden lassen. Die beiden SZ-Autoren Hans Holzhaider und Bernd Kastner stellen darin 36 der bekanntesten Kunstaktionen Kastners vor.

Der Künstler erinnert seit Jahrzehnten mit Aufmerksamkeit erregenden Aktionen an die Zeit des Nationalsozialismus und deren Verdrängung, an den fragwürdigen Umgang der Kirche mit ihrer Geschichte und den immer wiederkehrenden deutschen Militarismus. Kastner erntet dabei nicht nur Zustimmung oder Widerspruch sondern er erntet auch Verbote, bürokratische Schikanen, Strafanzeigen, Festnahmen, Verurteilungen und die Zerstörung seiner Kunst. Gerade aber diese Reaktionen sind es, die so erhellend für den Betrachter sind. Kastner ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung