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09. 12.

Erbgut nach Maß?

Die Genschere CRISPR/Cas, was sie kann und wie sie funktioniert - Vortrag und Diskussion mit Dr. Franz Klebl in Nürnberg

Seit nunmehr fast vier Jahrzehnten ist es möglich in die Erbsubstanz einzugreifen und sie spezifisch zu verändern. Die fortschreitenden Verbesserungen der Methode haben zu einer wachsenden Erweiterung des Anwendungsbereichs – insbesondere in der Landwirtschaft und der Medizin – geführt, aber auch zu einer Reihe von Fragen zu Sicherheit und Ethik. Diese werden befeuert durch das erst kürzlich entwickelte Verfahren der Genschere CRISPR/Cas, die viel schneller und präziser arbeitet.

Die meist sehr kontrovers geführten Diskussionen beschränken sich fast immer auf die Auswirkungen des Einsatzes der Gentechnik und gehen auf die zu Grunde liegenden molekularen Prozesse nicht ein. Gerade deren Kenntnis trägt aber zu einer sachlichen und informierten Beurteilung dieser Methode wesentlich bei und ebenso zur Einschätzung des unlängst vom EuGH gefällten Urteils zur Einordung von CRISPR/Cas unter die Gentechnik-Richtlinie.

Dr. Franz Klebl ist Molekularbiologe an der Friedrich-Alexander-Universität FAU Erlangen-Nürnberg und arbeitet in der Grundlagenforschung mit transgenen Pflanzen. Unter weitgehender Vermeidung von Wissenschaftssprache will er auch für den naturwissenschaftlichen Laien verständlich erklären, was CRISPR/Cas kann und wie es funktioniert.

Der Vortrag findet im Rahmen der vierten Veranstaltungsreihe des "Humanistischen Salons" in Nürnberg (28.10. 2018 bis 17.03.2019) statt. Ähnlich wie in den Salons der Aufklärung werden hier die Fortschritte der Wissenschaften und die Argumente der Philosophie präsentiert und diskutiert. Jede/r kann teilnehmen. Lebendige Livemusik am Klavier umrahmt das Programm. Geprägt von den Idealen des weltlichen Humanismus, entsteht so ein neues Sonntagsangebot mitten in Nürnberg, ein Netzwerk Interessierter und ein Freiraum für Bildung.