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Foto: Florian Chefai, Evelin Frerk

11. 10.

Aufbruch - Atheismus in der islamischen Welt

Diskussion mit Mina Ahadi und Amed Sherwan (ZdE) auf der Frankfurter Buchmesse

Immer mehr Menschen in den islamischen Ländern prangern die Menschenrechtsverletzung der Theokraten an. Sie wenden sich vom Glauben ab und werden als sogenannte Apostaten von den Gottesdiktaturen verfolgt. Viele von ihnen müssen ihr Heimatland verlassen, so auch die Menschenrechtlerin Mina Ahadi und der Aktivist Amed Sherwan, die heute beide in Deutschland leben. Mit Dittmar Steiner von der "Säkularen Flüchtlingshilfe e.V." sprechen sie auf der Frankfurter Buchmesse "über den Atheismus in der islamischen Welt".

Mina Ahadi
Mina Ahadi wurde 1956 im Iran geboren. Sie musste ihr Medizinstudium nach der islamischen Revolution 1979 abbrechen, da sie als linke Oppositionelle verfolgt wurde. Ihr Mann wurde hingerichtet, sie floh ins kurdische Grenzgebiet zwischen Iran und Irak, wo sie zehn Jahre lang als Partisanin lebte. 1990 kam sie nach Österreich, erhielt dort Asyl und zog 1996 nach Deutschland. 2001 gründete Mina Ahadi das Internationale Komitee gegen Steinigung, 2004 das Komitee gegen die Todesstrafe und 2007 den Zentralrat der Ex-Muslime, nach dessen Vorbild mittlerweile zahlreiche Organisationen in vielen verschiedenen Ländern gegründet wurden.

Amed Sherwan
Amed Sherwan, geboren 1998 in Erbil (Nordirak), wurde mit 15 Jahren als Ex-Muslim inhaftiert und gefoltert. Er musste danach nach Deutschland flüchten, wo er seit 2014 lebt. Sherwan ist Blogger und Aktivist und insbesondere durch eine Aktion für orientalische Vielfalt unter der Überschrift »Allah ist gay« auf dem CSD in Berlin bekannt geworden. Amed Sherwan setzt sich für mehr Offenheit, Toleranz und friedliches Miteinander in muslimisch geprägten Zusammenhängen ein.