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12. 10.

Die Identitären: Wie rechtsextreme Ideologie popularisiert wird

Lesung und Diskussion mit Kathrin Glösel zur GegenBuchMasse 2018 in Frankfurt am Main

Seit 2012 treiben die sogenannten "Identitären" ihr Unwesen, auch in Deutschland. Die "Identitäre Bewegung", die sich als Jugendbewegung der "Neuen Rechten" in Europa versteht und deren Anfänge bereits um 2002 auszumachen sind, will eine "Kulturrevolution von rechts". Ihre Mittel: Kampagnen, Provokationen, Einschüchterungen.

Die Identitäten sind keine Massenorganisation, im Gegenteil: Sie sind eine elitäre Kaderorganisation – allerdings mit Reichweite und professioneller Medienarbeit. Sie agitieren gegen Flüchtlinge und schüren Hass gegen jene, die sie als "fremd" klassifizieren. Sie wollen eine rechtsextreme Ideologie salonfähig machen – vor allem bei jungen Menschen.

Wer sind die "Identitären" und wie sind sie politisch einzuordnen? Was sind ihre Strategien? Und vor allem: Was können wir tun, um ihnen unbequem zu werden? Diese und andere Fragen werden im Rahmen der Buchvorstellung diskutiert.

Vortrag von Autorin Kathrin Glösel (Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien), die das Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa gemeinsam mit Julian Bruns und Natascha Strobl 2016 im Unrat Verlag veröffentlichte.