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17. 03.

Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung

Demonstration gegen "1000 Kreuze Marsch" in Münster

Anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März warnt das "Münsteraner Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung" vor dem drohenden "1000 Kreuze Marsch" der frauenfeindlichen Organisation "Euro Pro Life". Diese plant am 17.März einen Marsch gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche.

Lina Maas, Sprecherin des Bündnis, erklärt: "Das Recht auf legalen Schwangerschaftsabbruch wurde in der Weimarer Republik unter dem Slogan 'Dein Bauch gehört Dir" von der Frauenbewegung hart erkämpft. Zuvor waren betroffene Frauen - insbesondere aus den ärmeren Schichten - gezwungen, Schwangerschaftsabbrüche bei Kurpfuschern und sogenannten Engelmachern vorzunehmen. Tausende Frauen bezahlten dies mit ihrem Leben. Wenn heute selbsternannte Lebensschützer in Münster einen Aufmarsch gegen die körperliche Selbstbestimmung der Frauen planen, dann müssen wir auch in Münster Frauenrechte verteidigen."

 Das Bündnis hat bereits viel Zuspruch in den sozialen Netzwerken und auf Infoständen erfahren. Maas weiter: "Wir werden die verbleibenden Tage bis zum 17.März nutzen, um auf den frauenfeindlichen Charakter des Aufzuges hinzuweisen. Es gilt, das andere, das fortschrittliche Münster am 17. März sichtbar zu machen."

Die Gegenproteste zum "1000 Kreuze Marsch" starten am 17. März um 13:30 Uhr mit einer Demonstration vor dem Hauptbahnhof, anschließende Kundgebung um 14:30 Uhr auf dem Prinzipalmark in Münster.