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Foto: Evelin Frerk

23. 03.

Die Evolution der Phantasie. Wie der Mensch zum Künstler wurde

Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Thomas Junker im Rahmen des Interdisziplinären Festivals "7 Tage sind nicht genug" in Karlsruhe

Kinder singen und tanzen, sie malen Bilder und erzählen Geschichten – und sie tun dies freiwillig, mit großer Ernsthaftigkeit und mit Freude. Als Erwachsene führen sie ihre Spiele dann oft fort und wenn sie einem Publikum gefallen und vor der Kritik bestehen können, nennen wir sie Kunst. All dies ist so vertraut, dass man leicht übersieht, wie ungewöhnlich dieses Verhalten aus biologischer Sicht ist. Warum sind die künstlerischen Talente und Interessen in der Evolution entstanden? Haben sie einen direkten Nutzen für das Überleben oder entstanden sie als entbehrlicher Nebeneffekt?

Sind es kulturelle Erfindungen oder reine Lusttechnologien? Und was bedeutet dies für die Zukunft der Kunst? Denn Evolution ist Wandel: Verhaltensweisen entstehen, verändern sich und können wieder verschwinden. In seinem Vortrag wird Prof. Dr. Thomas Junker aufzeigen, wie Evolutionsbiologen die Rätsel der Kunst zu lösen versuchen und ein neues Modell vorstellen.

Prof. Dr. Thomas Junker lehrt Geschichte der Biowissenschaften an der Universität Tübingen. Von 1992-1995 war er Mitherausgeber von Darwins Briefwechsel in Cambridge (England). Er hat zahlreiche Bücher und Artikel zur Geschichte und Theorie der Evolutionsbiologie und Anthropologie veröffentlicht. In den aktuellen wissenschaftlichen und weltanschaulichen Kontroversen hat er sich öffentlichkeitswirksam und engagiert für die Vermittlung evolutionsbiologischer Kenntnisse eingesetzt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Festivals "7 Tage sind nicht genug" statt, das die gbs Karlsruhe mit verschiedenen Kooperationspartnern ausrichtet.

Ticketreservierung

Veranstaltungsort:
ZKM
Montag–Freitag 09:00–18:00 Uhr
Tel: +49 (0) 721/8100-0
Fax: +49 (0) 721/8100-1139
E-Mail: info@zkm.de