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25. 10.

Luther: Volksheld oder Volksverhetzer?

Vortrag, Ausstellung und Diskussion mit Dr. Karl-Heinz Büchner, Bernd P. Kammermeier und Prof. Robert Zwilling in Heidelberg

Seit 2008 feiert die Evangelische Kirche Deutschlands die "Lutherdekade" und wird nicht müde, das Konterfei des Reformators bei jeder Gelegenheit zu präsentieren. Doch mit ihrem Aushängeschild Martin Luther hat die Evangelische Kirche ein großes Problem. Denn der Reformator war ein wirkmächtiger Judenhasser. In seiner judenfeindlichen Hetzschrift "Von den Juden und ihren Lügen" entwickelte er u.a. ein berüchtigtes Programm zur Beseitigung des Judentums in Deutschland: Verbrennen ihrer Synagogen, Zerstörung ihrer Häuser, Wegnahme ihrer religiösen Bücher, Aufhebung der Wegefreiheit, Zwangsenteignung, Zwangsunterbringung, Zwangsarbeit. (weiter...)

Foto: Evelin Frerk

25. 10.

Islam und Staat

Veranstaltung mit Hamed Abdel-Samad in Gschwend

Die Angst vor dem Islam geht um in Europa. Zu Recht, sagt Hamed Abdel-Samad, denn er ist eine Religion, die zu Gewalt und Diskriminierung aufruft. Seine Positionen zum Islam sind unmissverständlich. Hamed Abdel Samad ist der Ansicht, dass der Islam nicht reformierbar ist. In vielen Artikeln und Büchern hat er seine Meinung begründet. (weiter...)

25. 10.

"Schluss mit Luther"

Lesung mit Autor Peter Henkel im Theaterhaus Stuttgart

Auch ein halbes Jahrtausend nach seinen berühmten 95 Thesen sind Martin Luthers Popularität und Ansehen ungebrochen. Tatsächlich aber zeichnet der allgegenwärtige Luther-Kult ein Bild, das mit der Wirklichkeit oft kaum etwas gemein hat. Wo sich endlich der kritische Blick auf Hass und Fanatismus des Reformators richten müsste, auf krude Lehren, Tötungsmanie, Aberglauben und reaktionäres Obrigkeitsdenken, da wird er noch immer lieber gefeiert als Freiheitsheld, als Pionier der Neuzeit. Die Abgründe von religiöser Doktrin und Person verschwinden hinter der schonfärberischen Rede von Luthers "Schattenseiten", hinter Anekdoten und Legenden. Kirchen und Theologie haben an Aufklärung über den realen Luther kein Interesse. (weiter...)