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Foto: Evelin Frerk

26. 11.

7:30 Uhr (SWR): Der Fluch des Zuviel - Vom Elend der Überproduktionsgesellschaft

Vortrag von Ludker Lütkehaus in der teleakademie

Die alte Ökonomie der Knappheit, auch die von Karl Marx, war noch auf die Entfesselung der Produktivkräfte zur Amortisierung des Kapitals ausgerichtet. Heute indessen, auf dem Boden einer Ueberproduktionsgesellschaft, die mit dem Fluch des Zuviel geschlagen ist, kommt es auf Produktvernichtung an.

In seinem Essay "Der Fluch des Zuviel - Vom Elend der Überproduktionsgesellschaft" bewegt sich Lütkehaus von dem Michas Mythos der helenischen Philosophiegeschichte, über die marxistisch ökonomische Philosophie, hin zur Prothese des kapitalistischen Systems der Reklame.

Lütkehaus (geb. 1943) studierte Germanistik, Philosophie, Pädagogik und Geschichte an der Universität Freiburg. Er war Professor für Literaturwissenschaften in Freiburg und ist Mitglied des deutschen P.E.N.-Zentrums. 1979 erhielt er den Sonderpreis der Schopenhauer-Gesellschaft, 1996 den Preis für Buch und Kultur. Lütkehaus veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Literatur, Philosophie und Psychologie des 18. bis 20. Jahrhunderts. Lütkehaus ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.